News

Konferenz / 31.1.2026

Open Identity Summit 2026 - Call for Papers

Am 21. und 22. Mai findet wieder der alljährliche Open Identity Summit statt.
Der Call for Papers ist eröffnet. Einreichfrist ist der 31.01.26

Veranstaltung / 1.7.2025

Finanz- und Rechnungsbetrug verhindern

Seminar gegen CEO-Fraud für Mitarbeitende in den Bereich Finanzen und Controlling

Veranstaltung / 23.7.2025

IT-Sicherheitsrichtlinien nutzergerecht gestalten und erfolgreich etablieren

Training für empathisches Security Policy Engineering und strategische Sicherheitskommunikation

News / 1.7.2025

Lernlabor Cybersicherheit Faktor Mensch eröffnet

Erlebbare IT-Sicherheit an innovativem Lernort

Blog-Beiträge

15.1.2026

Deskilling durch KI: Reale Gefahr oder bloßer Technikpessimismus?

Auch zu Beginn des Jahres 2026 sind die Schlagzeilen voll mit KI bezogenen Meldungen. Nach generativen Sprachmodellen beschäftigt uns jetzt agentische KI, KI in Kombination mit Robotics, etc.; Die Entwicklungsgeschwindigkeiten nehmen weiterhin zu, die transformative Bedeutung dieser Technologie in allen Lebensbereichen kann kaum überschätzt werden.

Den technologischen Entwicklungssprüngen folgen unterschiedlichste betriebliche und individuelle Adaptionsstrategien, Upskilling-Anstrengungen, mehr oder weniger langfristige Vorgehenskonzepte in Bezug auf die erforderliche Workforce Transformation. Die Schätzungen zu den Folgen auf Jobprofile, Arbeitsmarkt, Beschäftigungsbedingungen, Chancen- und Risikoverteilung für die Arbeitnehmenden divergieren stark. Es besteht breiter Konsens, dass es erheblicher Weiterbildungs- und Anpassungsstrategien von Unternehmen wie dem einzelnen Mitarbeitenden bedarf, um Chancen neuer Geschäftsmodelle und Produktivitätseffekte zu nutzen und Folgen wie breitflächige Jobverluste zu vermeiden.

Weniger diskutiert werden Fragestellungen, welche mittel- und langfristigen Wirkungen die Nutzung dieser Technologie auf unsere Art des Wissenserwerbs hat und ob zumindest bestimmte Formen der KI-Nutzung nicht auch die Gefahr bergen, basale Grundkompetenzen zu verlernen. Deskilling durch KI – ist da was dran, oder ist das nur eine Befürchtung von Technologieskeptikern und Ewig-Gestrigen?

Die folgenden, keinesfalls abschließenden, Gedanken beziehen sich im Schwerpunkt auf Tätigkeiten mit starkem Schwerpunkt auf Text-/Sprachnutzung und -erstellung, wie sie in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wissensarbeitskontexten weit verbreitet sind und primär von GenAI auf Basis von Sprachmodellen unterstützt werden.

Deskilling durch (falsche?) KI-Nutzung: Annäherung an das Phänomen des KI-induzierten Kompetenzverlusts

Auch der Ethikrat hat sich mit dem Phänomen auseinandergesetzt. Von ihm stammt folgende Definition des Deskilling (durch KI): »Deskilling tritt ein, wenn KI mehr und mehr Tätigkeiten unterstützt oder völlig übernimmt, für die zwar menschliche Kompetenzen gebraucht werden, diese werden dann nicht mehr ein- und ausgeübt, und gehen in der Folge faktisch oder als Möglichkeit verloren – für die Gesellschaft und für den einzelnen«.

Ist das ein wirklich neues Problem? Hat nicht jede Technologie das Potenzial, durch Substitution menschlicher Tätigkeiten den bisher ausführenden Menschen dieser (geistigen oder körperlichen) Kompetenz zu entwöhnen? Dieses Phänomen wird als »cognitive offloading« bezeichnet. Haben wir nicht alle mit dem Taschenrechner das schnelle Kopfrechnen verlernt? Welcher Taxifahrer hat heute noch echtes navigationsbezogenes Wissen, wenn doch Google Maps alles weiß? Schmerzlich spürbar werden solche bekannten Verluste dann, wenn ganze Systeme ausfallen und beispielsweise genau dieses Navigationswissen auch ohne Techniksupport gefragt ist. Wir kennen die Debatte in der Fliegerei: Der Autopilot ist Standard; aber wenn es ernst wird, muss der Pilot im Extremfall auf dem Hudson landen können, und zwar auf Sicht.

Zielbild souveräner und verantwortlicher Nutzer

Das mögliche Problem: Wünscht man sich – und davon geht die folgende Problembeschreibung aus – einen souveränen Umgang mit generativer KI, folgt man einem Zielbild, in dem dem menschlichen Nutzer letztlich immer die finale Beurteilungs-, Einordnungs- und Qualitätssicherungskompetenz verbleibt. Das Narrativ dazu: Wir nutzen die KI, um viel schneller, effizienter, viel größere Mengen von Informationsquellen zu durchforsten, aufzubereiten, in Schlussfolgerungen zu übersetzen – aber wir bleiben immer im »Driver’s Seat«, beurteilen, bewerten, kontextualisieren, und korrigieren ggf. das Erarbeitete, und insbesondere: wir verantworten es auch. Diese finale Verbesserungs- und Freigabeschleife klappt mutmaßlich dann zuverlässig, wenn man diese (nun technisch übernommenen) Erarbeitungsschritte ursprünglich selbst »von der Pike auf« gelernt hat; was aber passiert, wenn ich diese Techniken der Inhaltserfassung und Texterstellung mir selbst gar nicht mehr angeeignet habe oder zunehmend verlerne? Und das kann ja schnell passieren: Wenn ich schon von Beginn meiner Ausbildung / Studium / beruflichen Tätigkeit an diese Technologie nutzen kann, sie als Arbeitserleichterung empfinde, und selbst gar keinen Handlungsdruck mehr fühle, etwas eigenständig auch ohne diesen Support zu erledigen, kann ich Textqualität wirklich erkennen und verbessern, wenn ich deren Produktion nicht selbst wirklich erlernen musste – und das in durchaus aufwendigen und manchmal auch quälenden Arbeitssituationen mit vielen Lernschleifen?

Erneut lässt sich fragen: Ist das überhaupt ein mögliches Problem? Ich meine, ja, wenn man sich ansieht, welche anspruchsvollen Aufgaben mittlerweile von GenAI übernommen werden. Und wenn man zur Kenntnis nimmt, dass die Arbeitsweise der Technologie im »Innern« für die allermeisten Nutzenden zumindest bisher einer Blackbox gleicht.

Neben dieser Herausforderung, inhaltliche Verantwortung für erstellte Texte im Sinne des souveränen und verantwortlichen Nutzenden überhaupt wahrnehmen zu können, hat die Nutzung dieser generativen Sprachmodelle aber noch eine weitere Konsequenz.

Denken durch Schreiben: Schreiben und damit Texterstellung hat wissensgenerierende Funktion

GenAI arbeitet mit Sprache bzw. dem geschriebenen Wort als prioritärem Medium der Aufbereitung und Wiedergabe von Wissen. Sie produziert eigenständig gut lesbare Texte, die häufig genug direkt übernommen werden und deren rasche Erstellung auch als effektive Arbeitserleichterung und Produktivitätsbooster wahrgenommen wird. Welche negativen Effekte sollte das haben? Kognitionspsychologische Forschung hat erwiesen: Das Erstellen von Texten hat, aus Sicht des menschlichen Schreibenden, eine »epistemische«, sprich eine wissensgenerierende Funktion. Was heißt das?

Schreiben dient nicht nur dazu, im Kopf bereits vorhandenes Wissen aufzuschreiben, sondern hilft dabei, neues Wissen zu erzeugen. Beim Schreiben werden Gedanken sortiert, Zusammenhänge klarer, Widersprüche sichtbar und neue Ideen werden »beim Schreiben« geboren. Schreibprozesse wirken also kognitiv strukturierend. Jeder, der längere Texte selbst verfasst, Reflexionsbögen befüllt oder auch Tagebücher geschrieben hat, wird dies alltagsweltbezogen bestätigen. (Auch das Schreiben dieses Blogs beinhaltet für mich als Verfasserin die Anstrengung, die Argumente und Erkenntnisse in eine verständliche und schlüssige Struktur zu bringen und damit hoffentlich anschlussfähig zu werden für hierauf aufsetzende Diskussionen mit Ihnen, den Lesenden). Man »denkt durch Schreiben«, durch die Formulierungsarbeit wird implizites Wissen explizit weiterentwickelt. Verlieren wir also die Fähigkeit der Wissensgenerierung durch die Nutzung von GenAI? Und, weitergedacht, die Fähigkeit zum kritischen Denken? Geben wir, um es wie Frau Prof. Reinmann zu formulieren, mit Schreibprozessen auch Denkprozesse an die KI ab? Verändern wir damit schlicht nur die Arbeitsteilung zwischen Mensch und KI oder verlieren wir damit als einzelne oder Gesellschaft auf Dauer etwas Wesentliches?

Hoch dynamische Studienlage

Einige Studien haben sich bereits mit dieser Fragestellung beschäftigt und es ist unmöglich diese in einem Blog wie diesem sachgerecht zusammenzufassen. Ich füge einige von Ihnen in den Links bei. Eine sehr aktuelle Studie unter Beteiligung von Microsoft Research kommt z. B. zum Schluss, dass der Einsatz von GenAI die Effizienz von Wissensarbeit steigern kann, aber das Risiko einer Überabhängigkeit und eines Rückgangs eigenständigen, kritischen Denkens birgt. Prof. Reinmann resümiert, KI könne kritisches Denken unterstützen, aber auch beeinträchtigen. Unterstützung dadurch, dass schnell Zugriff auf verschiedenste Infos möglich wird, Analysen erleichtert werden, Argumente besser formuliert werden können. Gleichzeitig aber reduziere der Einsatz von KI, verbunden mit einem übermäßigen Vertrauen in die Qualität KI-generierter Inhalte, die Bereitschaft zum kritischen Denken. Je häufiger KI zur kognitiven Entlastung eingesetzt wird, desto ungünstiger wirkt sich das auf kritisches Denken aus, insbesondere bei jüngeren Menschen. »Vertrautheit ersetzt kritische Distanz. Was hilfreich erscheint, wird nicht mehr hinterfragt«.

Sina Metz arbeitet in einem Artikel der ZEIT Online vom 6. Januar 2026 auf, welche Unterschiede in den gemessenen Gehirnaktivitäten bei Nutzenden von ChatGPT, »normalen« Google-Suchen und völlig auf sich selbst gestellten Studierenden bei der Generierung von Texten auftreten. Umgangssprachliche Zusammenfassung der Autorin zu den von ihr zitierten Arbeiten des MIT: Je mehr sich die Teilnehmenden auf externe Tools – Suchmaschine, Chatbot – verließen, desto schwächer war die Verbindung zwischen verschiedenen Hirnregionen. Anders gesagt: »Sie brauchten ihr Hirn weniger«. Die Studie geht zusätzlich darauf ein, inwiefern der beobachtbare Trend, durch die Nutzung dieser Tools nicht mehr ganze Originalquellen am Stück, sondern nur noch KI-erstellte Zusammenfassungen zu lesen, ebenfalls zu einer systematischen Verschlechterung von Verstehens- und Wissensgenerierungsprozessen führt.

Die Herausforderungen liegen auf 4 Ebenen

Folgt man diesen Gedanken, so kann man folgende potenzielle Risikobereiche ausmachen:

  • Die Nichthandlungsfähigkeit bei Ausfällen dieser Technologien, auf die man sich einfach verlässt
  • Der Verlust des Status eines souveränen Nutzenden, der »auf Augenhöhe« agiert
  • Das Einbüßen von Wissen und Können, die uns als kritisch denkendes Wesen auszeichnen und im engeren Sinn als DeSkilling bezeichnet werden können
  • Die Einschränkungen, die wir im zwischenmenschlichen Umgang erfahren, wenn unsere (zwischen-)menschlichen Diskurs- und Kommunikationsbefähigungen aufgrund mangelnder Übung eingeschränkt werden

Deskilling als Teil unserer Forschungsagenda

Mit Blick auf die immense Bedeutung von GenAI, ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit und die Umfänglichkeit ihrer alltagsweltlichen Durchdringung stellt sich uns als arbeitswissenschaftlichem Institut die Frage, wie mit den genannten potenziellen Herausforderungen umgegangen werden kann. Wenn wir einen SkillLift und keinen SkillShift in zentralen Grundkompetenzen wollen, brauchen wir dringend weitere Forschung und empirischer Untermauerung für eine Reihe an Fragen:

  • Gestaltungsprinzipien für »hybride Intelligenz«: Wie organisieren wir Mensch-und-KI‑Zusammenarbeit so, dass Basiskompetenzen erhalten und Meta‑Kompetenzen wie Reflexion, Urteil, Ethik, gestärkt werden? Wie gestalten wir Einarbeitungsprozesse, wieviel Zeit geben wir gerade jungen Mitarbeitenden, diese Basiskompetenzen überhaupt erst einmal aufbauen zu können?
  • Messmodelle für Deskilling/Reskilling: Welche validen Indikatoren und Langzeitdesigns erfassen Kompetenzverläufe in realen Arbeits‑ und Lernsettings?
  • KI‑robuste Arbeits-, Lern‑ und Prüfungsformate: Welche arbeitsorganisatorischen und didaktischen Designs verhindern Kompetenzverlust und fördern echte Meisterschaft?
  • Organisationsgestaltung & Führung: Welche Arbeits‑ und Führungspraktiken fördern z. B. Reflexionsrituale, verantwortete Autonomie und gewährleisten damit die richtige Balance von Produktivitätsgewinn und Kompetenzsicherung im täglichen Arbeitskontext?
  • Upskilling‑Programme mit Impact: Welche Programmarchitekturen brauchen wir für Qualifizierungsprogramme, um messbaren Kompetenzzuwachs jenseits reiner Tool‑Bedienung zu gewährleisten?

Die Autorin in ZEIT Online resümiert dazu: »Am Ende geht es vielleicht nicht um die Frage, ob KI uns dumm macht. Sondern darum, wie viel uns das Denken wert ist«.

In unserer Digitaldialog-Reihe »Work Forward« werden wir uns zum Termin am 20. Februar 2026 ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen. Ich freue mich, wenn wir dort direkt ins Gespräch kommen!

Tipp: Mehr Einblicke zur Entwicklung und Anwendung von KI in der Arbeitswelt gibt es in der Ausgabe 1/24 des »FORWARD Magazins. Erfahrt Antworten auf zentrale Fragen: Wie machen wir KI für Unternehmen und Mitarbeitende greifbar? Wo sind KI-Anwendungen sinnvoll? Welche Rolle spielt Ethik im KI-Einsatz? Oder besucht unsere Veranstaltungen und entdeckt unsere News und Studien zum Thema »Künstliche Intelligenz«, um stets über die neuesten Entwicklungen informiert zu bleiben.

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14.1.2026

Zukunft gibt’s nicht im Wartezimmer: Warum Quantencomputing für Unternehmen jetzt vorbereitet werden muss

»Wann und wie können Industrieunternehmen Quantencomputing erfolgreich einsetzen?« Das ist eine große Frage, die vor allem der Industrie unter den Nägeln brennt. Weltweit forschen Quantenforscherinnen und Quantenforscher an Antworten. Mit Quantencomputing verbindet man die Hoffnung, perspektivisch Probleme zu lösen, die aktuell mit klassischen Methoden nicht oder nur schwer lösbar sind. Doch das verbreitete Warten auf bahnbrechende Hardwareentwicklungen kann für Unternehmen fatal sein, denn Quantencomputing hat das Potenzial, disruptiv in die Industrie einzuziehen – wer nicht vorbereitet ist, droht den Anschluss zu verlieren. Es muss daher jetzt schon aktiv am passenden Softwaredesign für die Zukunft gearbeitet werden. Damit Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, kann die aktive Auseinandersetzung, wie das Thema im eigenen Unternehmen strukturiert angegangen werden kann, erfolgskritisch sein.

Technologie erleben, bevor sie eingeführt wird

Vielen potenziellen Anwenderinnen und Anwendern in der Industrie erscheint die Schlüsseltechnologie Quantencomputing erstmal spannend und faszinierend – aber für Alltagsprobleme immer noch wie Science-Fiction: Kühne Visionen einer technologischen Zukunft, die irgendwann einmal beginnen wird. In den letzten Jahren gab es jedoch einige vielversprechende Entwicklungen bezüglich der Hardware und auf der Software/Algorithmik-Seite, die darauf hoffen lassen, dass sich das Zeitfenster bis zur Einführung mit jedem Jahr verkleinert. Vor ein paar Jahren konnte man nur mit wenigen Qubits rechnen, heute sind Rechnungen auf Systemen mit hunderten von Qubits möglich. In den Feldern Materialwissenschaften und Quantenchemie zeichnen sich beispielsweise große Potenziale ab, da konventionelle Rechner bei Problemen in diesen Feldern schnell an ihre Grenzen kommen. Mit Quantencomputing könnte man beispielsweise neue Medikamente entwickeln.

Wie nah die abstrakte Quantenzukunft heute schon ist, welche Vorteile und neue Geschäftschancen sie für deutsche Unternehmen realisierbar macht, kann nicht nur durch Strategien und Studien vermittelt werden. Entscheidend dafür ist auch das konkrete Erleben – und zwar durch die Macher und Macherinnen sowie Entscheidungstragenden in den Unternehmen von heute. Demonstratoren können einen niederschwelligen Zugang zum Thema Quantencomputing ermöglichen und den Anwenderinnen und Anwendern praktische Einsichten und ein strategisches Bewusstsein zu konkreten Anwendungsmöglichkeiten in ihren Betrieben schaffen. Mit unserem Quantum Lab am Fraunhofer IAO versuchen wir, die Grundlagen des Quantencomputings mithilfe von spannenden Experimenten erlebbar zu machen – quantenmechanische Prinzipien vermitteln wir dadurch auf verständliche Weise.

VR-Demonstrator: Eine immersive Reise in die Quantenwelt – Quantencomputing verständlich und erlebbar gemacht.
VR-Demonstrator: Eine immersive Reise in die Quantenwelt – Quantencomputing verständlich und erlebbar gemacht.
VR-Demonstrator: Eine immersive Reise in die Quantenwelt – Quantencomputing verständlich und erlebbar gemacht.
VR-Demonstrator: Eine immersive Reise in die Quantenwelt – Quantencomputing verständlich und erlebbar gemacht.

Unsere neueste Entwicklung im Lab ist ein VR-Demonstrator, der die Nutzerinnen und Nutzer in eine fiktive Quantenwelt führt und die Auswirkungen und Herausforderungen von Quantencomputing anhand von ausgewählten Anwendungsbereichen erlebbar macht. Ohne viel technisches Vorwissen werden die Nutzerinnen und Nutzer mit Visualisierungen und Animationen konfrontiert, die das Thema greifbar machen und zielgruppengerecht aufbereitete Informationen kompakt vermittelt. Mit diesem Einblick ins komplexe Themenfeld Quantencomputing versuchen wir die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. Wie gelingt es wirtschaftsrelevante Fragestellungen mit innovativen Quantencomputing-Algorithmen ganzheitlich umzusetzen? Um diese zentrale Frage zu adressieren und praktikable Quantenvorteile auf verschiedenen Hardware-Plattformen zu demonstrieren, haben wir flaQship gegründet. Im neuen Fraunhofer-Lab für anwendungsorientiertes Quantencomputing Stuttgart-Heilbronn bündeln das Fraunhofer IAO, das Fraunhofer IPA und das IAT der Universität Stuttgart ihre Forschungskompetenzen. Unser neuer VR-Demonstrator kann dabei ein Türöffner für Unternehmen sein, um sich aufs Thema Quantencomputing einzulassen.

Zusammen mit meinem Kollegen Niclas Schillo und meiner Kollegin Dr. Anne-Sophie Tombeil entwickelten wir für die Entwicklung des VR-Demonstrators ein fachlich korrektes und gleichzeitig zielgruppenspezifisches Storyboard, das technisch und gestalterisch von unseren Kollegen Lars Weber, Jörg Frohnmayer und Moritz Häcker vom Team eXtended Environment umgesetzt wurde. Damit konnten wir die potenziellen Auswirkungen von Quantencomputing in der Medizin oder im Finanz- und Energiesektor anschaulich erlebbar machen.

Unser VR-Demonstrator begeisterte auf der Quantum Effects 2025 – besonders die persönliche Ansprache durch den Qubit-Charakter.
Unser VR-Demonstrator begeisterte auf der Quantum Effects 2025 – besonders die persönliche Ansprache durch den Qubit-Charakter.

Positive Resonanz: Erfahrungen von der Quantum Effects 2025

Bei der Quantum Effects 2025 wurde unser VR-Demonstrator zum ersten Mal präsentiert und sehr gut angenommen. Ein immer wiederkehrendes Feedback der Nutzenden: Die direkte und persönliche Ansprache durch einen Qubit-Charakter wurde als sehr positiv bewertet. Er wurde als charmanter Eyecatcher wahrgenommen und schafft gleich eine persönliche Bindung zum Thema. Ein anderes Fraunhofer-Institut war so begeistert von dieser Art der niederschwelligen Wissensvermittlung, dass Interesse bekundet wurde, solch einen VR-Demonstrator auch fürs eigene Institut zu nutzen.

Diese ersten Erfahrungen haben uns gezeigt, dass es sich durchaus lohnt, andere Wege zu gehen und VR als Kommunikationstool für den niederschwelligen Einstieg ins Thema Quantencomputing zu nutzen. Mit diesem ersten Impuls, Unternehmen die möglichen Potenziale dieser Technologie näherzubringen, berühren wir einen ganz wesentlichen Punkt: Wir setzen Ankerpunkte für Gesprächsanlässe, wie das Thema Quantencomputing im eigenen Unternehmen angesiedelt sein könnte, und legen vielleicht einen inneren Hebel um, sich mit diesem zukunftsweisenden Thema jetzt schon zu beschäftigen. Aktuelle Unternehmensbefragungen in Deutschland zeigen, dass viele Firmen zwar das Potenzial von Quantentechnologien sehen, aber aufgrund fehlender Informationen zu marktreifen Anwendungen und unsicherem wirtschaftlichem Nutzen bei Investitionen zögern – gerade hier kann transparente, gut aufbereitete Wissenschaftskommunikation Orientierung geben und Investitionsentscheidungen vorbereiten (Bitkom 2024; BSI/KPMG 2023).

Technologische Innovationen brauchen innovative Vermittlung

Die Entwicklungen im Bereich Quantencomputing sind vielversprechend, doch das Warten auf bahnbrechende Hardwareinnovationen könnte für Unternehmen riskant sein. Schon heute ist es wichtig, mögliche Anwendungsfälle zu identifizieren. Es gilt Kompetenzen aufzubauen und mit Pilotprojekten zu experimentieren, um sich einen Vorsprung zu sichern, wenn die Technologie reifer wird. Wer zu spät einsteigt, muss Use Cases, Kompetenzen und Partnerschaften unter höherem Zeitdruck nachholen. Effektive Vermittlung für die Praktiker und Praktikerinnen im Unternehmen spielt dabei eine entscheidende Rolle.​

Unser VR-Demonstrator hat gezeigt, dass innovative Ansätze zur Wissensvermittlung nicht nur einen niederschwelligen Einstieg ins Thema Quantencomputing bieten, sondern auch Gesprächsanlässe schaffen, wie und wo das Thema im eigenen Unternehmen verankert werden kann. Aktuelle Unternehmensbefragungen zu Quantentechnologien legen nahe, dass verständliche Informationen zu Anwendungsfällen, Herausforderungen und Nutzen ein wichtiger Faktor sind, damit Unternehmen den Schritt von abstraktem Interesse zu konkreten Investitionen gehen – genau hier kann transparente, gut gestaltete Wissenschaftskommunikation ansetzen. Die positiven Rückmeldungen von Nutzenden bei der Quantum Effects zeigen, welches Potenzial in solchen interaktiven Formaten steckt. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wohin die Reise im Bereich Quantencomputing hingeht und welchen Beitrag die Wissenschaftskommunikation dabei leisten kann, um Quantencomputing in die Anwendung zu bringen. Wenn Sie Ihre Reise in die Quantenzukunft Ihres Unternehmens realistisch starten wollen, melden Sie sich gerne zu einer Tour in unserem Quantum Lab an und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wo konkrete Bedarfe und die Potenziale liegen und welche konkreten Schritte dafür nötig sind. Alle Informationen zur Tour und Anmeldung finden Sie in den Leselinks.

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13.1.2026

Vom Risiko zur Chance: Zukunftssichere Jobprofile jetzt!

Die KI wird uns nicht höflich fragen, ob wir bereit sind – sie wird einfach die Tür einrennen, sich setzen und sagen: »Übrigens, dein Jobprofil ist jetzt ‘ne nette Erinnerung an die Vergangenheit. Danke, dass du so lange mitgemacht hast.« Keine Panik, sie ist dabei total charmant. Und bevor du es merkst, ist dein Jobprofil so veraltet wie das Faxgerät im Archiv. Doch wie konkret wird KI zu einer Veränderung der Arbeitswelt und der Jobprofile führen? Hierzu kann man sich drei Szenarien vorstellen.

Szenario 1: Realistisch – Der Verlust übertrifft den Gewinn

Die Realität ist brutal: KI wächst rasant. Sie wird viele bestehende Jobprofile ersetzen, ohne dabei besonders sentimental zu werden. Automatisierung hier, sprachverarbeitende Algorithmen da, und schon fliegen die Jobprofile aus den Unternehmen wie Tauben aus dem Schlag. Effizienzgewinne? Ja, bestimmt. Aber Arbeitsplätze verschwinden schneller, als neue entstehen können. Und selbst, wenn neue Aufgaben geschaffen werden, erfordern sie Fähigkeiten, die das aktuelle Team kaum zu bieten hat. Das Ergebnis? Ein schmerzlicher Umbruch – und der Verlust des Jobs von gestern. Wer als Unternehmen nicht in die richtigen Future Skills investiert, landet ganz schnell am Rand des Veränderungsprozesses. Und wer am Rand steht, fliegt bald ganz aus der Kurve.

Szenario 2: Möglich – Die Zukunft kommt schneller als gedacht

Und dann gibt es das Szenario, das uns alle noch ein bisschen mehr in den Wahnsinn treibt: KI verändert die Arbeitswelt schneller, als wir mit unserer guten alten Personalplanung hinterherkommen. In wenigen Jahren verschwinden ganze Jobprofile– und neue, völlig unvorhersehbare Aufgaben tauchen auf. Wer plötzlich als Unternehmen mit einem Haufen veralteter Qualifikationen dasteht, hat verloren. In der Zwischenzeit steigt der Druck auf die Mitarbeitenden, sich auf neue Anforderungen einzustellen – und zwar blitzschnell. Wer da nicht rechtzeitig handelt, hat keine Chance mehr, sich als Player im Markt zu behaupten.

Szenario 3: Unwahrscheinlich – Überraschungen, die die KI selbst nicht kommen sieht

Es gibt noch das Szenario, in dem einfach alles nach Plan läuft – oder eben nicht. Wer weiß, was wirklich kommt? Vielleicht behalten einige Unternehmen ihre Jobprofile, vielleicht auch nicht. Aber die Unsicherheit bleibt. Und dann wird es spannend: Wer es versäumt hat, proaktiv in Weiterbildung und die Anpassung von Jobprofilen zu investieren, verliert das Rennen, selbst wenn die Zukunft mal kurz auf der Bremse steht. Wer nicht in die Flexibilität der Mitarbeitenden investiert, hat irgendwann nichts mehr, mit dem er flexibel sein könnte.

Die einzige Lösung: Vorbereitung, nicht Panik

Der Ausweg aus diesen düsteren Szenarien? Future Skills. Der Schlüssel liegt in der kontinuierlichen Anpassung von Jobprofilen und Qualifikationen, bevor die KI den Rest der Arbeit übernimmt. Unternehmen, die sich nicht nur anpassen, sondern aktiv mit der Technologie zusammenarbeiten, werden in der neuen Arbeitswelt nicht nur überleben, sondern auch prosperieren. Es geht nicht darum, den Job von gestern zu retten, sondern den Job von morgen zu gestalten.

Aber nicht in irgendeiner Schnelligkeit, sondern überlegt. Unternehmen, die sich jetzt nicht mit der richtigen Weiterbildung und einer Neudefinition von Jobprofilen befassen, werden das Pendel in die falsche Richtung schwingen lassen – und das wird weh tun.

Die Zukunft ist kein Schicksal, sondern eine Chance…

…wenn man rechtzeitig handelt. Die Katastrophe ist jedoch vorprogrammiert, wenn man darauf wartet, dass die KI einem hilft, die Spielregeln neu zu schreiben – die KI wird gar nichts neu schreiben. Sie wird einfach die alten Regeln überschreiben. Wer jetzt nicht handelt, wird zu spät erkennen, dass die Zukunft längst begonnen hat. Und wie wir alle wissen: Wenn der Zug einmal abgefahren ist, fährt er ohne dich weiter.

Neugierig geworden? Für praktikable und zukunftsfähige Lösungen, um Jobprofile fit für die Zukunft zu machen, melden Sie sich gerne bei mir.

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8.1.2026

Was Menschen beim Prompten lieben, hassen und (nicht) verstehen – Acht beliebte Sackgassen und ihre mögliche Auflösung

In diesem Blogbeitrag möchten wir unser Wissen teilen: In rund 25 durchgeführten KI-Prompting-Werkstätten und Promptathons mit rund 400 Menschen hat das Fraunhofer IAO in den letzten 2,5 Jahren auf Basis von teilnehmender Beobachtung vielfältige Erkenntnisse sammeln können. Dabei fielen immer wieder gleiche und ähnliche Muster auf, wie Menschen sich verhalten bzw. wie sie ihre Zusammenarbeit mit der GenAI beschreiben und erklären.

Spoiler: In einem der nächsten Blogbeiträge werden wir Bericht erstatten, wie wir bei unserem Format KI-Prompting-Werkstätten und Promptathons grundsätzlich mit Menschen, Unternehmen und GenAI zusammenarbeiten. Es geht dann im Einzelnen um Ziele, Vorgehen, Rahmenbedingungen, Erfolgsfaktoren, Ergebnisse und weitere Aspekte.

Zur Darstellung der Insights haben wir nicht die übliche normative Form gewählt, in der Beraterinnen und Berater, Autorinnen und Autoren und andere Avantgarde-Gurus zuweilen postulieren, wie sie mit ihren zu vermarktenden Prompts und scheinbar überlegenen KI-Tools die Sterne vom Himmel prompten. Derlei Prompting-Schemata, Empfehlungslisten und Social-Media-Posts sind Legion, bei Interesse einfach googeln.

Vielmehr ist für uns der empirische sozialwissenschaftliche Blick wichtig: Was ist, wenn die Menschen mit ihren Prompteingaben und ihren Promptergebnissen unzufrieden sind und feststecken? Oder andersherum: Wie ist vorzugehen, wenn sie zu schnell abbrechen und Potenzial verschenken? Wie können sich Menschen selbst helfen bzw. wie kann ihnen die menschliche Gruppe weiterhelfen? Welche Bedeutung hat Empathie? Welche typischen Muster sind generalisierbar?

Negativ formuliert könnte man von »Sackgassen« sprechen, in die Menschen in der Interaktion mit der Maschine gelandet sind. Die Gründe sind vielfältig: Denkfehler, Irrtümer, falsche Annahmen, verzerrte Wahrnehmungen, Mythen, Flüchtigkeitsfehler, Missverständnisse, Patzer, Ausreden, Fehlschlüsse u. v. m.
Positiv formuliert sind diese Sackgassen und ihre Auflösung aber oftmals grotesk, witzig und kreativ. Mit anderen Worten: sie sind absolut menschlich.

Hier kommen jetzt die acht beliebtesten Sackgassen und ihre mögliche Auflösung.

Die Sackgassen werden aus der Ich-Perspektive formuliert, sinngemäß und pointiert. Die Auflösung ergibt sich durch gemeinsames Nachdenken, Besprechen und Bewerten aller Mitmachenden in den KI-Prompting-Werkstätten bzw. in den Promptathons. Eine entscheidende Rolle spielt dabei häufig die Person, die sich in einer vermeintlichen Sackgasse befindet, und ihre Selbsterkenntnis, die sich in der Situation weiterentwickelt (interessanterweise teilen Menschen anderen Menschen meist klar ihre Absichten mit, was sie Maschinen gegenüber oft nicht tun).

Sackgasse #1: Der Superprompt-Irrtum

»Ich bin auf der hehren Gralssuche nach dem einen universellen Superprompt, der alles löst.«

Auflösung – Besser ist es, fallweise vorzugehen und zu erklären, was man tatsächlich haben möchte. Denn: ChatGPT und Co. kann keine Gedanken lesen! Präzision und Relevanz entscheiden, »Context is King«. Unwichtiges weglassen. Aber das, was mir wichtig ist, am besten dreimal explizit reinschreiben, im Zweifelsfall am Anfang, in der Mitte und am Schluss.

Sackgasse #2: Die Google-Falle

»Ich gehe beim Prompten so vor wie bislang immer – also wie beim Recherchieren mit der Suchmaschine Google.«

Auflösung – Besser vergegenwärtigen: Google arbeitet mit Keywords und Google ist ein Retrieval-System, das im Internet bereits Existierendes findet. Prompten hingegen ist ein Dialog zwischen Mensch und Maschine, der neue Antworten synthetisiert. Außerdem: Vorsicht vor der Frische bzw. Mindesthaltbarkeit der Large Language Models. LLM haben ein Freeze-Datum, wann sie abgeschlossen und erstellt wurden.

Sackgasse #3: Die Copy-Paste-Hölle

»Ich feuere einen Sprachbefehl ab, Chatbot und LLM antworten und die Antwort wird von mir eins zu eins übernommen. Wie es ist, so isses.«

Auflösung – Besser nicht aufgeben. Iterativ weitermachen ist eine Tugend, abhängig von Zeit, Ressourcen und Erwartungen, die ich mitbringe. Wenn die Konversation im angefangenen Thread in Halluzinieren oder Konfabulieren abdriftet, einen neuen Thread beginnen.

Sackgasse #4: Die Naturtalent-Illusion

»Ich bin von Natur aus ein intuitives Prompt-Talent. Erprobte Prompting-Schemata brauche ich nicht zu beachten.«

Auflösung – Besser ist es, wenn man den sog. Dunning-Kruger-Effekt mit Sicherheitsabstand umschifft. Dieser zuweilen beobachtbare Effekt besagt, dass die Unwissenden sich besonders kompetent fühlen, während wirklich Kompetente ihre Fähigkeiten eher unterschätzen. Schuster bleib bei deinen Leisten: Nutze für dein Vorgehen einfache und erprobte Hilfsmittel und Eselsbrücken wie das im Leselink angegebene ROMANE-Prompting Schema. Never ever forget, zumindest das R, O und E. Diese sind beim systematischen Prompten absolut erfolgskritisch (R=Rolle, die der Chatbot einnehmen soll, O=Objective, was der Chatbot als Ziel für mich machen soll und E=Empfänger, für wen wir überhaupt prompten).

Sackgasse #5: Die Vermenschlichungs-Phantasie

»Ich denke, die KI ist ein Mensch: ein Freund/eine Freundin, ein Kollege/eine Kollegin usw.«

Auflösung – Besser beherzigen: KI-Systeme haben kein Bewusstsein, sie können nach allem was wir wissen nicht lernen, verstehen und fühlen. Das nie vergessen. Aber: Das pragmatische Zusammenarbeiten mit einer KI ist am einfachsten, wenn der Mensch die Maschine wie eine Person behandelt (Personifikation).

Sackgasse #6: Die Verantwortungs-Dichotomie

»Es gilt entweder: Die Schuld für schlechte Ergebnisse trage nur ich mit meinem inkompetenten Prompting. Oder das Gegenteil: Nur die KI war’s, wenn ein schlechtes Ergebnis herauskommt.«

Auflösung – Besser bedenken: ChatGPT und Co. ist und bleibt eine »Wortvorhersagemaschine« mit hohem unerklärbaren Anteil des Zufallsfaktors. Ich und die Maschine arbeiten zusammen (Input), das geschaffene und zu bewertende Ergebnis ist ein Werk von Maschine und Mensch zugleich (Output).

Sackgasse #7: Der Kardinalfehler des Abwartens und der Delegation

»Ja, die Zusammenarbeit mit GenAI ist das neue State-of-the-art und scheint viele Nutzenvorteile in Bezug auf produktiver – humaner – kreativer zu bieten, die es in meinem Unternehmen zu heben gilt. Aber ich warte besser ab bzw. delegiere an Führungskräfte, Mitarbeitende oder Geschäftspartnerinnen und -partner.«

Auflösung – Nicht machen. Abwarten führt dazu, dass der Kompetenz-Gap exponentiell anwächst. Und Selbsterfahrung ist nicht delegierbar und durch nichts zu ersetzen. Nicht selbst machen ist eine Sünde in der KI-Zeit.

Sackgasse #8: Prompting und LLM überschätzen, Use Cases unterschätzen

»Ich habe erkannt: Die entscheidenden Faktoren für die Zukunft sind, dass ich mich zu einem Prompting-Skills Professional weiterentwickle und dass ich stets die neueste und leistungsstärkste am Markt verfügbare GenAI nutze.«

Auflösung – Sehr gut, unbedingt beides machen. Es geht aber noch besser: »Anwendungsfälle werden die neuen Könige«. D. h. wir haben DIE Herausforderung, die eigenen privaten und geschäftlichen Anwendungsfälle zu suchen und zu finden. Dann gilt es, die Grenze im Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine zu verstehen und immer weiter in die von uns gewünschte Richtung zu verschieben. Ohne Use Case im Zentrum ist alles nichts. Für manche Fälle wünschten wir uns einen digitalen Zwilling, eine Kopie von mir selbst, für manche Fälle einen kongenialen »Tandempartner«, der das kann, was ich nicht so gut kann. Prompting und LLM mit konkreten Anwendungsfällen zusammenzudenken und umzusetzen, das ist die wahre menschliche AI-Literacy/KI-Kompetenz, die Deutschland individuell und kollektiv braucht.

Und welchen kleinen oder größeren Anwendungsfall möchten Sie als Nächstes mit GenAI zusammen angehen? Was ist Ihr Projekt?

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Aktuelles

15.1.2026

Mit Quantencomputern die Schlüsselkomponenten für Energiespeicher von morgen erforschen

Im Rahmen des DLR-QCI-Projekts QCMineral | QUADRANT untersucht das Fraunhofer IAO gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA in einem Unterauftrag unter der Leitung der TENSOR AI SOLUTIONS GmbH, wie Quantencomputer die Entdeckung fortschrittlicher Redox-Materialien beschleunigen können – Schlüsselkomponenten für Energiespeichertechnologien der nächsten Generation.
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17.12.2025

Assistent für zirkuläres Produktdesign in der Mobilität

Wie können Automobilhersteller die steigenden gesetzlichen Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen, ohne an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren? Das Softwaretool PEARL, das derzeit vom Fraunhofer IAO und KTH Vehicle Design entwickelt wird, soll künftig datengestützte Entscheidungshilfen bieten, um Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Kosteneffizienz von Anfang an ins Fahrzeugdesign zu integrieren.
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16.12.2025

Fraunhofer-Studie untersucht Transformationsfähigkeit deutscher Unternehmen

Das Forschungs- und Innovationszentrum für Transformation und Governance hat im Rahmen der Fraunhofer HNFIZ 500 deutsche Unternehmen zu deren Transformationsfähigkeit befragt. Basis der Studie ist der Fraunhofer-Transformationsindex, ein wissenschaftlich fundiertes Instrument, das die Erfolgsfaktoren für Veränderung sicht- und bewertbar macht.
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12.12.2025

Startschuss für den »Stuttgart Climate Tech Hub (S-CTH)«

Mit dem Projekt »Stuttgart Climate Tech Hub (S-CTH)« entsteht am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart (IZS) eine innovative Multi-Projekt-Plattform sowie ein modulares und regulatorisches Testfeld für klimafreundliche Technologien, nachhaltige Transformation und Co-Innovation zwischen Forschung und Wirtschaft. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert das Vorhaben mit über vier Millionen Euro bis Ende 2027. Der S-CTH soll neue Maßstäbe in der Verbindung von Forschung, Praxis und gesellschaftlicher Verantwortung setzen. Interessierte Unternehmenspartner können sich ab sofort beteiligen.
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Schwerpunkte

Identity Management

Vertrauenswürdige Identitäten sind wesentliche Grundlage für viele digitale Prozesse. Wir unterstützen Sie bei wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fragestellungen des organisationsinternen und organisationsübergreifenden Identiätsmanagements und der Informationssicherheit.

Vehicle Experience

Die wichtigsten Innovationen im Automobil wirken sich heute direkt auf das Fahrerlebnis und die Mensch-Maschine Interaktion aus. Für diese Innovationen bieten wir Demonstrations- und Testumgebungen und führen Probandenstudien nach wissenschaftlichen Standards mit innovativen Methoden durch.

Interaction Design

Die Interaktion mit Technik soll intuitiv sein und Spaß machen. Dabei geht es um die Wahl der richtigen Technologien und um die Gestaltung von allem was der Nutzer sieht, hört und fühlt. Attraktive und ergonomische User Interfaces sind uns wichtig. Die visuelle Gestaltung kommuniziert wichtige Eigenschaften und Zusammenhänge.

Human-Centered AI

Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen können unser Leben und Arbeiten bereichern. Wir gestalten KI-Systeme, die vertrauenswürdig und nachvollziehbar sind und mit denen Menschen gerne interagieren und effizient zusammenarbeiten.

User Experience

Mit WOW-Faktor zum Produkterfolg! Heben Sie sich von der Konkurrenz ab, mit Produkten und Services, die Ihre Nutzer:innen nachhaltig begeistern. Mit ihrer Erfahrung und unserem Know-How können wir gemeinsam attraktive Produkte und Services gestalten, die optimal bedienbar, emotional ansprechend und wirtschaftlich erfolgreich sind.

Neuroadaptive Systeme

Wir blicken in eine Zukunft, in der intelligente Systeme dabei helfen, unsere Arbeit und unser tägliches Leben einfacher zu machen. Unsere Arbeit beruht auf einem umfassenden Verständnis dafür, wie Menschen mit der realen Welt interagieren. Wir schauen uns an, was sie sehen, hören und fühlen.